Tandemclub Offenbach - für Blinde, Sehbehinderte und ihre Freunde e.V. - Druckansicht Montag, 22.04.24

29.08.2009: von Fulda bis Hilders bzw. Tann (R3, Milseburgradweg)

 


Der Hessische Fernradweg R3 (Beschreibung mit Foto vom Streckenverlauf)



Der Milseburgradweg ist Teil des hessischen Radfernweges R3 und weil es dort einen Fahrradtunnel gibt, über den ich schon einiges gelesen habe, wollte ich diese Strecke fahren. Leider fanden sich keine Mitfahrer für diese anspruchsvolle Strecke, so daß wir diese Tour mit nur einem Tandem fuhren.  

Der Milseburgtunnel ist ein knapp 1,2 km langer ehemaliger Eisenbahntunnel der Rhönbahn. Er wurde 1889 eröffnet und ist seit 2003 der wohl längste Fahrradtunnel in Deutschland.
Hier gibt es weitere Infos zum Tunnel:
http://www.achim-bartoschek.de/d etails/he3_05.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Milseburgtunnel
 
Wir fuhren mit dem Zug um 07:38 von Offenbach nach Fulda. Bereits die ersten Kilometer vom Bahnhof Fulda nach  Petersberg hatten es in sich, denn es ging steil bergauf.

 Blick vom Petersberg in die RöhnIn Petersberg wurden wir dann mit einer herrlichen Aussicht in die Röhn belohnt. Dann ging es steil bergab bis zum Ausgangspunkt des Milseburgradweges in Petersberg-Götzenhof.

Hier gibt es einen kleinen PKW-Parkplatz, Bänke und Hinweisschilder sowie noch ein paar Bahngleise der einstigen Röhnbahn zu sehen. Wir machten ein paar Fotos und  uns dann ging es auf den ganz hervorragend ausgebauten Milseburgradweg. Ein wunderschönes fahren, nur die engen Drängelgitter sind mit dem Tandem schwer zu durchfahren und nerven, wenn sie an einigen Stellen gleich kurz hintereinander auftauchen.


Einfahrt zum MilseburgtunnelBis zum Milseburgtunnel sind es knapp 20 km und es geht nahezu permanent leicht bergauf. Nach dem Milseburgtunnel geht es dafür viele Kilometer leicht bergab.

 

 

Im Milseburgtunnel

 

 

 

 

 

 

 

 

In Hilders endet der Milseburgradweg und wir überlegten, ob wir einen anderen ausgeschildert en Radweg weiter fahren oder wenige Kilometer zurück fahren sollten, um dann wieder auf den R3 zu kommen und diesen weiter bis zum Endpunkt des R3s nach Tann zu fahren. Nach einem Foto mit einer Fahrrad-Skulptur, die den Beginn oder das Ende des Milseburgradweges markieren könnte, fuhren wir etwa 2 km zurück um dann wieder auf den R3 zu stoßen. Ab hier ging es über hervorragend ausgebaute, kaum befahrene Straßen immer wieder leicht bergauf und bergab bis Tann.

In Tann angekommen machte ich wieder Fotos und erklärte meiner Mitfahrerin, daß wir jetzt den Endpunkt des R3 erreicht hätten. Die Stelle sah so aus, denn es gab große Info-Schilder und Sitzbänke mit Tischen. Dann sah ich ein Schild, daß neben anderen Radwegen auch den R3 auswies. Wir wollten ja den Ausgangspunkt des R3 finden und fuh ren also weiter, denn in allen Schriften steht zu lesen, daß der R3 von Rüdesheim am Rhein bis Tann in der Röhn geht. Ich wollte unbedingt das Ende oder den Anfang des R3 finden, also ging es weiter. Wir fuhren durch Tann durch, folgten dem grünen Fahrrad und waren schon bald wieder außerhalb von Tann. Leider war hier immer nur das grüne Fahrrad zu sehen. Ob wir uns wirklich noch auf dem R3 befanden, konnte ich nicht sagen. Vielleicht hatte ich ja ein Schild in Tann übersehen? An einer Stelle, wo der Radweg eine Bundesstraße kreuzte, drehten wir nach knapp 50 Kilometern um und fuhren zurück nach Tann. Wir fuhren im Ort noch etwas kreuz und quer, machten eine Pause in einem Kaffee und begaben uns dann auf den Rückweg nach Fulda.
 
Eigentlich wollte ich auf dem Rückweg nicht ganz so viele Fotos machen, aber die Landschaft war so herrlich, daß ich immer wieder zur Kamera griff. Mit dem Wetter hatten wir den ganzen Tag über Glück: Es war mit 20 Grad nicht sonderlich warm und die Sonne versteckte sich auch immer wieder hinter dicken Wolken, aber es regnete nicht.

In Fulda verpaßten wir den Zug nach Offenbach um 7 Minuten, hatten also noch 50 Minuten Zeit. Wir setzten uns  wieder aufs Rad und drehten eine Runde in dieser Stadt mit fantastisch schönen Gebäuden.
Da unser Zug etwa 15 Minu ten Aufenthalt hatte, konnten wir in Ruhe das Fahrradabteil suchen und das Tandem abstellen. So war die Rückfahrt ganz entspannt, obwohl zeitweise 14 Räder dort standen und es sehr eng wurde. Als wir um 20:00 Uhr in Offenbach ausstiegen, hatten wir "nur" 92 km auf dem Tacho. Ich sprach mich mit meinem Mitfahrer ab und dann fuhren wir noch eine Runde über Lauterborn, Buchhügel und Rosenhöhe, so daß wir am Ende 100 km auf dem Tacho hatten :-).

 


André Koch (Tandemclub Offenbach)